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Leseprobe
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Der Abschied
Er mußte fort. Gewußt hatte er das schon lange, natürlich. Sein Vater, König Aldwin, hatte Wert darauf gelegt, ihn so früh wie möglich auf seine "Aufgabe" vorzubereiten. Aber nun war es auf einmal, als hätte man ihn an einen Abgrund gestellt und wäre dabei, ihn über den Rand zu stoßen. Und überhaupt: Aufgabe! Er haßte diesen Ausdruck, der alles so verniedlichte. In Wahrheit würde er ein Gefangener sein. Eine Geisel des schrecklichen Menschenkönigs Ezzon. Und sein einziger Lebenszweck würde darin bestehen, ein Mittel zur Erpressung seines eigenen Volkes zu sein! Gelwyn langte nach dem Reisesack, den eine der Frauen ihm zurechtgelegt hatte, riß die Bänder auseinander und begann wütend, den Haufen auf seinem Bett hineinzustopfen. Großartig hatten die Menschen sich das ausgedacht, wirklich großartig! Erst hatten sie sein Volk überfallen - einfach so, niemand hatte sie auch nur mit einem Pieps herausgefordert! -, und dann hatten sie ihren Opfern das, was sie voller Hohn "Friedensmaßnahmen" nannten, diktiert. Zum Ausgleich für den Schaden, den die Menschen erlitten hatten - welchen Schaden, bitteschön? Man war ja gar nicht in ihrem Land gewesen -, mußten die Alben alljährlich zum Sonnenwendfest Seide, Schafe und Silbererz nach Mahoonagh liefern. Und um den "Frieden" zu wahren, hatten sie Geiseln zu stellen. Mitglieder der ardfynnischen Königsfamilie, die für jeweils zehn Jahre in Mahoonagh zu leben hatten. Nicht gerade im Kerker - sie bekamen zu essen und Kleidung und alles, was sonst zum Leben nötig war -, aber doch als Gefangene. Seit sechzig Jahren ging das nun schon so. Gelwyn stopfte erbittert ein Paar Socken zwischen die Hosen. Es war ungerecht! Und ob er wollte oder nicht, er mußte immer wieder daran denken, warum sein Vater oder sein Großvater es nie gewagt hatten, sich gegen den Menschenkönig aufzulehnen. Natürlich kannte er die Gründe, die sie nannten: Die Menschen hatten bessere Waffen, sie waren stärker, und es gab so entsetzlich viele von ihnen. Aber hatte Ardfynnan nicht seine Magier? Gelwyn wußte, daß es so war, obwohl es selbst im Haus des Königs beharrlich beschwiegen wurde. Die Alben waren ein magisches Volk, seit man denken konnte. In ihren Händen wohnte die Fähigkeit zu heilen oder Dinge zu bewegen oder beispielsweise auch, den Wuchs der Pflanzen zu beschleunigen, was Gelwyns Vater jedes Frühjahr heimlich und mit schlechtem Gewissen in seinem kleinen Gewächshaus tat. Die Menschen hatten den Alben die Anwendung von Magie verboten. Und König Aldwin und vor ihm sein Vater hatten bestimmt, daß es nötig sei, sich an diese Anordnung zu halten. So kam es, daß es aussah, als wäre alle Magie aus Ardfynnan verschwunden. Aber Gelwyn war überzeugt, daß es noch immer Männer gab, die die Geheimnisse der Magie kannten. Und warum konnte man dann nicht versuchen... Doch es war sinnlos, darüber zu grübeln. Gelwyns Vater hatte sich entschieden, und er war der Herr der Alben. Und damit war alles erledigt. Der Junge lauschte. Obwohl er das Fenster, das auf den Innenhof hinausging, geschlossen hatte, drang das Gegröle der fremden Menschensoldaten bis in sein Zimmer. Er hörte jemanden etwas rufen und gleich darauf das helle Kreischen einer Frauenstimme und kniff erbittert die Lippen zusammen. Sie waren vulgär, roh und gemein. Jawohl! Und egal, was sein Vater, der König, sagte: Er würde sich bei ihnen nicht wohlfühlen. Er würde sich auch nicht einleben, und er würde sie nicht - ganz sicher nicht! - irgendwann einmal gern haben. Er würde - weil sein Vater es wünschte und weil es gut für Ardfynnan war - höflich und gehorsam sein, und ansonsten würde er sich über jeden Tag freuen, der ihn seiner Heimreise näherbrachte. Lieber Himmel, zehn Jahre! Er würde erwachsen sein, wenn er nach Ardfynnan zurückkäme! Fünfundzwanzig Jahre alt! Gelwyn schob energisch das letzte Paar Socken zwischen die Hemden und verbot sich das Rechnen und Zählen. Er angelte nach dem Strick, mit dem er den Sack zubinden wollte, zog ein Kissen beiseite, und da fiel ihm das Messerchen entgegen, das sein Vater ihm kurz zuvor hochgebracht hatte. König Aldwin hatte nicht viel Geschick im Schenken - in der Regel bedachte er die Leute an ihren Ehrentagen mit Blumenzwiebeln oder Samen von den Pflanzen, die er in seinem Garten gezogen hatte. Und einmal hatte er seinem Sohn eine gläserne Teekanne geschenkt. Aber dieses Messerchen war das Seltsamste, was Gelwyn je von ihm bekommen hatte. Genaugenommen war es ein Witz. Eben noch hatte der König ihn ermahnt, sich keinesfalls zu etwas hinreißen zu lassen, und im nächsten Augenblick schob er ihm ein Messer in die Hand. Sekundenlang überlegte Gelwyn, ob sein Vater ihm damit vielleicht etwas hatte sagen wollen, was auszusprechen zu gefährlich oder ungehörig gewesen wäre. Er mußte über seine eigene Vermutung lächeln. Nein. Aldwin war ein guter König und Vater, und Gelwyn liebte ihn zärtlich, aber zu denken, daß er sich zu etwas so Ungeheuerlichem wie einem Ränkespiel versteigen könnte, war einfach lächerlich. Der Junge zog das Messerchen aus der Lederhülle und betrachtete den mit Ornamenten verzierten Griff und die schwarz glänzende Klinge. Vorsichtig fuhr er mit dem Finger über die Schneide. Die Waffe war scharf, obwohl sie sehr alt zu sein schien. Und während er sich darüber wunderte, stellte er fest, daß er sie nicht mochte. Es war wie ein Unbehagen - nicht stark genug, das Ding aus der Hand zu legen, aber doch ausreichend, es in respektvollem Abstand zu halten. Nachdenklich musterte Gelwyn das Messer. Es sah aus, als wäre es aus einem sehr harten Stein - Obsidian vielleicht - gebrochen und dann geschliffen worden. Das war eine eigenartige Weise, ein Messer herzustellen. Wo mochte sein Vater es herhaben? Der Junge rümpfte die Nase. Er schob die Waffe in die Lederhülle zurück und verstaute sie zwischen seinem Unterzeug. Das Messer war ein Geschenk seines Vater und damit eine Erinnerung an Ardfynnan. Möglicherweise würde er damit einmal die Briefe öffnen, die er von zu Hause bekam - falls sie ihm erlaubten, Briefe zu bekommen. Und damit basta.
Die Geiselübergabe fand zur Mittagszeit statt, und zwar im Audienzsaal des Königshauses von Ardfynnan. Jedenfalls nannte man den Raum so, obwohl Gelwyn, als er jetzt dort stand und wartete, die Bezeichnung reichlich hochtrabend vorkam. Es war merkwürdig: Er hatte noch keinen Schritt aus dem Haus seines Vaters getan, und schon ertappte er sich dabei, seine Heimat mit den Augen eines Fremden zu betrachten. Und seine distanzierte Haltung sagte ihm, daß dieses Zimmer weder ein Saal war, noch die pompöse Bezeichnung "Audienz" verdient hatte. Nicht, daß es dort schäbig ausgesehen hätte. Aber die Alben hatten mit dem ihnen eigenen Bedürfnis nach Gemütlichkeit die Decke mit Holz verkleidet, den weißen Mamor der Wände durch Tapisserien bedeckt und in die Fenster bunte Glasscheiben eingesetzt, die das strahlende Außenlicht in milchige Wärme verwandelten. Zwischen den Fenstern standen mit Hyazinthen bepflanzte Blumenkübel, und um die Türen rankte Zimmerefeu. Auch der mit geblümtem Samt bezogene Thron, der etwas erhöht am Ende des Raumes stand, diente mit seiner hohen Lehne und den gefütterten Armstützen eher der Bequemlichkeit als der Repräsentation. Gelwyn konnte sich nicht erinnern, daß ihn diese Intimität je gestört hätte, aber jetzt, während er darauf wartete, daß die Menschen ihn abholten, hätte er sich doch etwas Imposanteres im Rücken gewünscht. Etwas, das ihm das Gefühl gegeben hätte, mehr zu sein, als nur der unwichtige Sohn eines machtlosen Königs. Er seufzte. Lord Sraggs, der Führer der Delegation, ließ sie warten. Vielleicht war es Gleichgültigkeit, aber Gelwyn nahm an, daß es zu dem Ritual der Demütigung gehörte, das man ihnen mit dem Vertrag aufgezwungen hatte. Die Menschen hatten tatsächlich jedes Detail der Geiselübergabe festgelegt. Wer von den Edlen Ardfynnans bei der Prozedur dabeizusein hatte, von wo aus und bis wohin die Geisel dem Gesandten des Menschenkönigs entgegenzugehen hatte, daß ihr die Hände gebunden sein müßten und so weiter. Es war lächerlich, und Gelwyn hätte auch darüber gelacht, wenn... nun ja, wenn es ihn nicht gerade selbst betroffen hätte. Er streckte die Finger, um sich zu entspannen. Die Fesseln taten nicht weh. Aldwin, der sie ihm selbst hatte anlegen müssen, hatte sie gerade so straff gebunden, daß sie ihm nicht über das Handgelenk rutschten. Aber es war unbequem, und außerdem: Jeder, der hier mit ihm wartete, blickte so nachdrücklich nicht auf seine Hände, daß es auch schon wieder peinlich war. Endlich schien sich etwas zu tun. Das Gelächter im Hof verstummte, eine klotzige, tiefe Stimme rief etwas. Gelwyn blinzelte, als die Tür aufgerissen wurde. In dem hellen Mittagslicht, das von draußen hereinfiel, konnte er nichts als einen Schatten erkennen, der bis an den Sturz des Türrahmens reichte. Lord Sraggs mußte ein Riese sein. Der Mann verharrte einen Moment in der Tür, als wolle er sich einen Überblick verschaffen, oder auch - wer konnte das wissen? -, weil er den Augenblick genoß. Als er ins Zimmer trat, sah Gelwyn, daß er eine vollkommen schwarze Uniform trug. Zwei Messer im Gürtel und ein breites Schwert, das ihm blank an der Hüfte baumelte, verstärkten den Eindruck von Düsternis. Sein Gesicht konnte Gelwyn nicht erkennen, da es im Schatten der Tür lag, aber er war überzeugt, daß es so finster sein würde wie die ganze Gestalt. Mit dem Lord drängte eine Handvoll Soldaten herein, vielleicht seine Leibwache oder irgendwelche Offiziere, und der Letzte von ihnen knallte die Tür ins Schloß. Sie hielten es nicht für nötig, ihre Gespräche zu unterbrechen oder auch nur die Stimmen zu senken. Der Lord hob den Arm, beiläufig, als winke er einen Diener heran, und gab damit das Zeichen, die Geisel zu ihm zu schicken und demonstrierte gleichzeitig, wie lästig und nichtswürdig das fremde Volk ihm war. Gelwyn spürte, wie sein Vater ihn an der Schulter berührte. Er lächelte flüchtig. So schwierig war es nun auch wieder nicht. Einmal quer durch den Saal, sich anhören, was die Menschen zu sagen hätten - und damit war das Unangenehmste vorüber. Er ging langsam und achtete sorgfältig darauf, den Kopf hoch zu tragen. Das zumindest meinte er sich und seinem Volk zu schulden. Viel zu schnell nach Gelwyns Gefühl war der Gang durch den Raum geschafft. Unsicher blieb der Junge stehen. Er blickte auf den eisenbeschlagenen Waffengürtel des Lords, auf die mit schwarzem Leder bezogenen Uniformknöpfe, atmete einmal tief durch und hob die Augen zu seinem Gesicht. - Und dann wäre es fast mit seiner Fassung vorbei gewesen. Ihn traf ein Blick von... solcher Verachtung und Abneigung, ja, von einem solch persönlichen Haß, daß er blinzelte, weil er es nicht glauben konnte. Der Lord war ernst gewesen. Aber nun, als er Gelwyns Aufmerksamkeit hatte, begann er zu grinsen. Abfällig spuckte er auf den Boden, gerade eben an Gelwyns Schulter vorbei, packte den Jungen beim Arm und drehte ihn herum, so daß seine Leute ihn anschauen konnten. "Nicht zu fassen. Ist ja das reinste Sabberchen diesmal, ein richtiges Windelscheisserchen!" Sein Lachen klang wie das Schaben einer Brunnenkette, und als er dem Jungen schüttelte, geschah es mit einer gehörige Portion Roheit. Gelwyn biß die Zähne zusammen. Als er klein gewesen war, hatte seine Amme ihm einmal ein Märchen erzählt. Daß sich Kindern, die wütend werden, garstige, schwarze Teufelchen ins Herz schleichen, Kobolde, die ihnen Bosheiten ins Ohr flüstern und sie damit zu fürchterlichen Untaten verleiten. Nun begann Gelwyn sich zu fragen, ob diese Geschichte womöglich einen wahren Kern enthielt. Denn in seinem Herzen begann sich tatsächlich etwas zu regen, und es kam ihm fremd und schwarz und böse vor. Der Lord ließ keine weiteren Grübeleien zu. Er packte den Jungen an den gefesselten Händen, riß sie hoch und hielt sie in Richtung seiner Soldaten. "Verpackt und verschnürt ist er schon. Ihr könnt ihn also aufs Pferd laden!" Lachend stieß er Gelwyn von sich. Aber noch war es nicht vorbei. Die Soldaten schienen zu finden, daß sie mit ihren Teil Spaß zu kurz gekommen waren. Einer von ihnen, ein dürrer, schnurrbärtiger Kerl mit einem vereiterten Auge, begann mit seinen Fingern in Gelwyns Gesicht herumzutatschen. "Sieht ja aus wie'n Mädchen, das", höhnte er. Seine Sprache war undeutlich, und er stank aus dem Mund, als hätte er etwas mit den Zähnen. Vielleicht war er auch betrunken. Seine Kumpane lachten, und einer von ihnen machte eine Bemerkung, die Gelwyn nicht verstand. Der Junge versuchte, von den Männern fortzukommen. Dabei stolperte er gegen jemanden, der hinter ihm stand. Der Kerl lachte, gab ihm eine Ohrfeige und dann einen Stoß, der ihn weitertaumeln und direkt in Lord Sraggs´ Arme zurücksinken ließ. Gelwyn ratschte sich das Handgelenk. Das war merkwürdig, denn er hatte nur den Arm des Lords berührt hatte, und Sraggs war ein fleischiger, muskelbepackter Mann. Aber selbst wenn er so dürr wie sein stinkender Begleiter gewesen wäre, hätte man sich an seinen Knochen doch nicht gleich die Haut aufreißen dürfen. Gelwyn starrte auf die Stelle, an der er sich verletzt hatte, und ihn überkroch eine Gänsehaut. Dort, wo eigentlich eine Hand hätte sein sollen, ragte nichts als ein lederner Klumpen aus dem Ärmel, fest und hart wie ein ausgestopfter Puppenkopf. Das steife Leder der Uniform schlenkerte darüber, als wäre es über einen Stock gestülpt. Der Junge war so mit dem Anblick beschäftigt, daß ihm gar nicht auffiel, wie das Gegröle der Soldaten abflaute. Erst als es völlig verstummte, wurde er aufmerksam und blickte hoch. Jeder, Mensch wie Alb, schien plötzlich auf den Lederklumpen zu schauen, auf die künstliche Hand des Lords. Natürlich, Gelwyns Starren war wie ein leuchtender Richtungsweiser gewesen. Der Junge fühlte, wie Sraggs´ Finger - die der gesunden Hand - sich in seine Schulter bohrten. Lieber Himmel, was kann ich dafür, daß deine Hand nicht in Ordnung ist? fuhr es ihm durch den Kopf, während sich seine Muskeln verkrampften. Er begriff, daß der amputierte Arm für den Lord mehr als eine lästige Behinderung war. Und nun hatte er ihn und alle anderen an diesen Makel erinnert, und Sraggs schien durchaus nicht geneigt, solchen Frevel zu übergehen. Die Hand des Lords löste sich, fuhr in Gelwyns Nackenhaar und riß das Gesicht des Jungen in die Höhe. Gelwyn blickte in ein Paar... Nein, Augen waren das nicht. Eiskristalle. Es kam ihm vor, als durchbohrten ihn zwei Eiskristalle. Nur daß es im Zentrum des Eises loderte und kochte von kaum beherrschter Wut. Gelwyn schluckte. Seine Blicke irrten von den Augen fort zu der fleischigen Nase des Lords und zu dem Grübchen, das das feiste Kinn teilte. Und dann zu den Haaren oder dorthin, wo die Haare hätten sein sollen, denn der Lord besaß nur noch wenige dünne Strähnen über einer Glatze. All diese Einzelheiten prägten sich Gelwyn ein, als hätte man sie mit einem glühenden Eisen in sein Gehirn gebrannt. Er starrte auf den Mund, der sich jetzt spaltbreit öffnete, und stellte mit derselben überflüssigen Gründlichkeit fest, daß der Lord seine Zähne schwarz bemalt hatte. Mit angehaltenem Atem wartete er auf die Gemeinheit, die die schrecklichen Zähne über ihn ausspeien würden. Er duckte sich ein wenig und hob die Hände... Aber da geschah etwas. Es war so flüchtig und auch so unverständlich, daß der Junge es überhaupt nicht begriff. Lord Sraggs´ Blick fiel auf seine gefesselten Handgelenke. Sie blieben darauf haften - und einen Moment lang, so kurz, daß es wahrscheinlich niemandem außer Gelwyn auffiel, versteifte sich der Körper des Menschen. Es war, als wäre er in einen plötzlichen Krampf gefallen. Der Mund mit den schwarzen Zähnen stand halb offen, die Gesichtsmuskeln erstarrten - nur die Augen verengten sich, bis sie zu dunklen Schlitzen wurden, so daß es aussah, als hätten die Augenbrauen Zwillinge bekommen. Das alles dauerte nur zwei, drei Sekunden, dann brach der Bann. Der Mann ließ Gelwyn los und brüllte einen Befehl. Sein Arm und sein Zorn und alles, was eben noch wichtig gewesen war, schien plötzlich vergessen. Mit heftigen Gebärden drängte er seine Männern, sich zu eilen, und als es ihm nicht schnell genug ging, bekam einer von ihnen seine Faust zu spüren. Es war verrückt. Was sollte das? Warum diese plötzliche Hetze? Gelwyn hatte keine
Zeit, darüber nachzugrübeln. Sraggs´ Männer - der
Schnurrbärtige und noch ein anderer - rissen ihn zur Tür, stießen
ihn in den Hof zu den Pferde und beförderten ihn unsanft auf den
Rücken eines knochigen Gauls. All das und auch ihr Fortreiten geschah
so schnell, daß ihm nicht einmal Zeit für ein Wort des Abschieds
an seinen Vater blieb. |