Das Buch
 
 

Elisabeth Weißvogel muss nach dem Tod ihrer Eltern die Geschwister versorgen. Sie vergoldet Rahmen, auf denen Feen und Faunen tanzen, und findet dafür reißenden Absatz. Allerdings darf sie sich bei ihrer Tätigkeit nicht erwischen lassen, denn das Vergolden ist Frauen verboten. Als sie in den Zwist zwischen dem blinden Kaufmann Martin und dessen Bruder Gregor, einem Braunschweiger Goldschmiedemeister hineingezogen wird, gerät ihr mühsam erkämpftes Leben aus den Fugen. Hartnäckig versucht Martin, die Geheimnisse seiner Kindheit zu lüften. Was geschah in der Nacht, in der er erblindete? Ist seine Mutter tatsächlich verstorben, wie Gregor behauptet? Elisabeth, die gegen ihren Willen immer tiefer in den Streit hineingezogen wird, versucht ihre Familie zu schützen. Ihr kleiner Bruder soll plötzlich ein Dieb sein und sie selbst eine Hure. Versucht ihre Schwester, sie aus Neid ans Messer zu liefern? Und was ist mit dem Vorwurf, der Martin gemacht wird? Hat er sich wirklich auf die Seite des Wolfenbüttler Herzogs geschlagen, um rachsüchtig die Stadt zu vernichten?